Gefährliches Desinteresse? Wie spielerisches Lernen hilft, Sicherheits- und Compliance-Themen ernst zu nehmen

Rotenburg (ots) –

Sicherheitsvorschriften, Datenschutzregeln, Arbeitsschutz: in vielen Unternehmen gelten diese Themen als lästige Pflicht. Mitarbeitende scrollen durch E-Learnings, klicken sich durch Unterweisungen und behalten am Ende wenig davon. Das Problem: Kognitives Abschalten ist menschlich, aber im Arbeitskontext gefährlich. Denn Unwissen oder Nachlässigkeit führen zu echten Risiken – von Datenlecks bis zu Arbeitsunfällen. Klassische Trainings schaffen es immer seltener, Menschen wirklich zu erreichen.

Wenn Sicherheit trocken vermittelt wird, schaltet das Gehirn ab. Spielerisches Lernen dagegen aktiviert Neugier, Emotion und Erinnerung. Interaktive Business Escape Games® helfen Gefahren intuitiv zu verstehen und richtig zu reagieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum diese Games keine „Spielzeuge“ sind, sondern ein wirksames Werkzeug, um Compliance, Arbeitsschutz und Sicherheitsbewusstsein nachhaltig zu verankern.

Wenn formale Teilnahme keine Wirkung entfaltet

In vielen Unternehmen sind Sicherheits- und Compliance-Vorgaben organisatorisch sauber etabliert. Schulungen finden statt, Regelwerke werden kommuniziert, Teilnahme wird dokumentiert. Was dabei häufig fehlt, ist die innere Verankerung der Inhalte. Mitarbeitende wissen, dass Regeln existieren, entwickeln jedoch nur selten ein situatives Verständnis dafür, warum sie relevant sind und wie sie sich im konkreten Arbeitsalltag auswirken.

Diese Lücke setzt sich im Verhalten fort. Lernformate laufen parallel zu anderen Aufgaben, Inhalte werden überflogen oder automatisiert durchgeklickt. Aufmerksamkeit ist formal vorhanden, inhaltlich jedoch begrenzt. Gelerntes wird kurzfristig behalten, aber kaum angewendet oder auf neue Situationen übertragen. Schulungen erfüllen damit zwar formale Anforderungen, verfehlen jedoch oft ihre eigentliche Wirkung.

Warum kognitives Abschalten zum Risiko wird

Dieses Verhalten folgt keinem Mangel an Verantwortungsbewusstsein, sondern einem grundlegenden menschlichen Mechanismus. Das Gehirn filtert Informationen nach Relevanz und emotionaler Aktivierung. Trockene, abstrakte Inhalte ohne erkennbaren Praxisbezug werden ausgeblendet – als Schutz vor Überforderung.

Im Arbeitskontext wird dieser Mechanismus jedoch problematisch. Sicherheits- und Compliance-Themen haben unmittelbare Auswirkungen auf den Einzelnen, auf Teams und auf das gesamte Unternehmen. Datenschutzverletzungen, Regelverstöße, Sicherheitsvorfälle oder Arbeitsunfälle entstehen selten aus bösem Willen, sondern aus fehlender innerer Verankerung. Die Folgen reichen von operativen Störungen über Haftungsrisiken bis hin zu nachhaltigen Reputationsschäden.

Lernen braucht Aktivierung statt Belehrung

Nachhaltiges Lernen setzt Aktivierung voraus. Inhalte bleiben dann im Gedächtnis, wenn Neugier geweckt, Emotionen angesprochen und eigenes Handeln gefordert wird. Menschen erinnern sich besonders gut an Situationen, die sie selbst erlebt haben – vor allem dann, wenn Entscheidungen getroffen werden mussten und diese Konsequenzen hatten.

Klassische Trainingsformate stoßen hier an ihre Grenzen. Sie vermitteln Wissen, prägen jedoch kaum Verhalten. Regeln werden verstanden, aber nicht verinnerlicht. Was fehlt, ist die Erfahrungsebene, auf der Sicherheit nicht erklärt, sondern erlebt wird.

Spielerisches Lernen als Gegenpol zum Abschalten

Spielerische Lernformate, häufig als Serious Games bezeichnet, schaffen genau diesen Zugang. Sie erzeugen Aufmerksamkeit, fördern aktive Beteiligung und schaffen innere Motivation. Lernende verfolgen ein Ziel, bewältigen Herausforderungen und arbeiten gemeinsam an Lösungen. Lernen findet dadurch nicht nebenbei statt, sondern im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Interaktive Formate wie Business Escape Games® übertragen dieses Prinzip auf Sicherheits- und Compliance-Themen. In realitätsnahen Szenarien erkennen Teilnehmende Risiken, interpretieren Informationen und treffen Entscheidungen unter Zeitdruck. Fehler sind erlaubt und gerade deshalb wirkungsvoll: Sie bleiben im Gedächtnis und fördern nachhaltiges Verständnis.

Vom Regelwissen zum intuitiven Handeln

Der entscheidende Mehrwert liegt im Übergang vom bloßen Regelwissen zum intuitiven Handeln. Ziel ist nicht das Auswendiglernen von Vorschriften, sondern ein inneres Verständnis dafür, warum Regeln existieren und welche Folgen Fehlverhalten haben kann.

Durch erlebte Situationen entsteht Handlungssicherheit. Risiken werden schneller erkannt, Entscheidungen bewusster getroffen und Verantwortung aktiver übernommen. Sicherheits- und Compliance-Themen werden so nicht als externe Vorgabe wahrgenommen, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des eigenen Handelns.

Fazit

Spielerisches Lernen ist keine Spielerei, sondern ein wirksames Instrument, um Ernsthaftigkeit überhaupt erst zu ermöglichen. Sicherheits- und Compliance-Themen scheitern selten an fehlenden Regeln, sondern daran, dass Menschen innerlich nicht erreicht werden. Wer Risiken nachhaltig reduzieren will, braucht Lernformate, die Aufmerksamkeit, Verständnis und Verhalten miteinander verbinden und damit Sicherheit vom Pflichtprogramm zur gelebten Praxis machen.

Über Tim Heitmann:

Tim Heitmann ist Gründer und Geschäftsführer von BESCAPE, einem Anbieter maßgeschneiderter Business Escape Games® für Unternehmen. Er entwickelt mit seinem Team innovative Lösungen für Wissenstransfer, Onboarding und Weiterbildung, die herkömmliche Schulungsformate ablösen. Zu seinen Kunden zählen namhafte Unternehmen wie Lufthansa, UEFA und die Deutsche Telekom. Mehr Informationen unter: https://bescape.de/

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Quelle: ots