Frankfurter Volksbank Rhein/Main mit beachtlichen Ergebnissen

Frankfurt/Main (ots) –

– Zinsüberschuss mit deutlichem Plus von 8,8 Prozent auf mehr als 300 Mio. Euro
– Jahresüberschuss legt markant um 29,0 Prozent auf 118,8 Mio. Euro zu
– Aufwands-Ertrags-Relation spürbar verbessert um 2,3 Prozentpunkte auf 62,7 Prozent
– Eigenmittel steigen um rund 108 Mio. Euro – Gesamtkapitalquote weiter deutlich über den regulatorischen Anforderungen, auch unter Berücksichtigung der CRR III
– Dividende erneut bei sechs Prozent

Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main hat im Jahr 2025 ihre sehr gute Marktposition in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main erneut ausgebaut und ein hervorragendes Ergebnis erreicht. Deutschlands mitgliederstärkste Volksbank hat das Geschäft mit ihren Privat- und Firmenkunden weiter ausgebaut, den Jahresüberschuss durch eine starke operative Entwicklung um knapp ein Drittel gesteigert und ihre Eigenmittel weiter deutlich erhöht.

„Dass wir in einem Jahr voller Krisen in der Welt, wachsender Zukunftssorgen der Menschen, dem dritten Jahr in Folge ohne überzeugendes Wachstum in Deutschland und zunehmendem Wettbewerbsdruck ein so überzeugend gutes Ergebnis erzielen konnten, zeigt: Unser Geschäftsmodell ist robust und unsere Angebote kommen bei den Kunden an. Unsere Marktposition in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main ist stark. Auf Basis des Erreichten blicken wir mit Zuversicht in die Zukunft“, betonte Eva Wunsch-Weber, Vorstandsvorsitzende des Instituts, anlässlich der Bilanzpressekonferenz. „Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main hat ihre Kapitalkraft und Ertragsstärke erneut unter Beweis gestellt. Daran möchten wir unsere Mitglieder mit einer attraktiven Dividende von weiterhin sechs Prozent beteiligen. Parallel können wir unsere Eigenmittel – das Fundament für unsere erfolgreiche Strategie – um rund 108 Mio. Euro stärken.“

Betreutes Kundenvolumen übertrifft Marke von 40 Mrd. Euro

Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main hat im Geschäftsjahr 2025 das betreute Kundenvolumen (inklusive bilanzunwirksamem Kundenanlage- und Kundenkreditvolumen) um rund 900 Mio. Euro bzw. 2,2 Prozent auf 40,5 Mrd. Euro ausgeweitet. Die Kundenforderungen stiegen um 2,6 Prozent auf mehr als 11,35 Mrd. Euro. Dabei verfolgt die Bank bei einer um 0,4 Prozent erhöhten Bilanzsumme von 19,33 Mrd. Euro eine unverändert risikobewusste und vorausschauende Kreditvergabe. Die Kundeneinlagen, mit einem leichten Plus von 0,3 Prozent auf rund 15,84 Mrd. Euro, profitierten von Mittelzuflüssen der Privat- und Firmenkunden.

Erträge deutlich gesteigert

Der Zinsüberschuss erhöhte sich kräftig um 8,8 Prozent auf 301,2 Mio. Euro. Der Zuwachs resultiert aus einem höher verzinslichen Kreditportfolio und einem gesunkenen Refinanzierungsaufwand. Beim Provisionsüberschuss verzeichnete die Bank einen Zuwachs von 1,9 Prozent auf 124,5 Mio. Euro – vor allem durch höhere Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft bei einem freundlichen Kapitalmarkt. Vermögensaufbau und Vermögensstruktur zählen für die Kunden weiterhin zu zentralen Anliegen, gerade angesichts der laufenden Diskussion um die Zukunft der Altersvorsorgesysteme. Die hauseigene Vermögensverwaltung setzte ihren dynamischen Kurs fort: Das verwaltete Vermögen wuchs um rund 9,4 Prozent. Die Zahl der Mandate legte um etwa 6 Prozent zu. Die Vermögensverwaltung wurde erneut von FocusMoney, bereits zum 16. Mal in Folge, ausgezeichnet. Auch die vertrieblichen Tochtergesellschaften leisteten wichtige Ergebnisbeiträge.

„Trotz intensiver Integrationsarbeit unserer beiden Häuser verliefen unsere Kundenansprache und Kundenberatung sehr gut. Im Provisionsgeschäft profitierten wir von der guten Performance an den Märkten. Im Kreditgeschäft gab es bei dem nach wie vor schleppend laufenden Immobilienmarkt und der Konsumzurückhaltung keinen Rückenwind. Insgesamt sind wir vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfeldes sehr zufrieden mit dem Erreichten“, resümierte Ralf Pakosch, Mitglied des Vorstandes.

Cost-Income-Ratio spürbar verbessert – Ergebnis vor Bewertung wächst signifikant

Durch die gute Entwicklung im Kundengeschäft wuchs der Rohüberschuss um 6,7 Prozent auf 425,7 Mio. Euro. Die gesamten Verwaltungsaufwendungen legten um 3,9 Prozent zu. Der Personalaufwand (plus 6,9 Prozent) ist maßgeblich vom Tarifabschluss und daraus folgenden höheren Sozialabgaben beeinflusst. Die anderen Verwaltungsaufwendungen (plus 2,1 Prozent) sind in erster Linie von allgemeinen Kostensteigerungen sowie der Umsetzung regulatorischer Vorgaben geprägt. Durch signifikant zugenommene Erträge verbesserte sich die Aufwands-Ertrags-Relation spürbar auf 62,7 Prozent nach 65,0 Prozent im Jahr 2024. Mit dem erfreulichen Geschäftsverlauf, resultierend aus dem gestiegenen Zinsüberschuss und dem verbesserten Provisionsüberschuss, erhöhte sich das Betriebsergebnis vor Bewertung um kräftige 9,7 Prozent auf 171,2 Mio. Euro. Das Bewertungsergebnis von -13,0 Mio. Euro (Vj.: -21,3 Mio. Euro) ergab sich aus Wertberichtigungen im Kreditgeschäft und Wertaufholungen im Wertpapiergeschäft.

Jahresüberschuss steigt um nahezu ein Drittel auf 118,8 Mio. Euro

Das Betriebsergebnis nach Bewertung erhöhte sich um 17,4 Prozent und übertraf mit 158,2 Mio. Euro erstmals die Marke von 150 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss stieg kräftig um 29,0 Prozent auf 118,8 Mio. Euro, den höchsten Wert in der Geschichte der Bank. Das deutliche Plus spiegelt die höheren Erträge sowie das verbesserte Bewertungsergebnis wider. Die Steueraufwendungen beliefen sich auf 39,4 Mio. Euro nach 42,7 Mio. Euro inklusive fusionsbedingtem Einmaleffekt im Vorjahr.

Zuwachs der Eigenmittel um rund 108 Mio. Euro – Stabile Gesamtkapitalquote

Für die hohen regulatorischen Anforderungen ist die Genossenschaftsbank bestens gerüstet. Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main übertrifft die aufsichtsrechtlichen Vorgaben trotz Umsetzung der strengeren Kapitalrichtlinien gemäß CRR III weiterhin deutlich. Mit dem kräftig gestiegenen Jahresüberschuss erhöhen sich die Eigenmittel um circa 108 Mio. Euro, unter Berücksichtigung von Zuführung zu den Reserven. Die Eigenmittel belaufen sich in Summe auf 2,458 Mrd. Euro. Damit baut das Institut seine starke Kapitalbasis weiter aus. Die Gesamtkapitalquote liegt mit 18,5 Prozent auf Vorjahresniveau (Vj.: 18,9 Prozent).

Attraktiver Dividendenvorschlag von erneut sechs Prozent

Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main zählt damit zu den kapitalstärksten Volksbanken Deutschlands. Am Erfolg des Instituts sollen die Mitglieder im gleichen Maße wie in den vergangenen Jahren teilhaben: Der Vertreterversammlung wird daher eine attraktive Dividende von weiterhin sechs Prozent vorgeschlagen.

Pflichtenheft 2025 erfüllt – alle Ziele erreicht

„Die Integration zwischen der Frankfurter Volksbank Rhein/Main und der Raiffeisen-Volksbank Aschaffenburg im Jahr 2025 war ein spannender und erfolgreicher Prozess. Teams, Strukturen und Abläufe haben sich Schritt für Schritt zu einer leistungsfähigen Einheit entwickelt“, kommentierte Eva Wunsch-Weber den gemeinsamen Kurs seit dem Zusammenschluss mit der Raiffeisen-Volksbank Aschaffenburg.

Wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit war, die Wettbewerbsposition der Gesamtbank zu stärken. Hier zählte die Schaffung von drei neuen Regionalmärkten für die Privat- und Firmenkunden am Bayerischen Untermain zu den wichtigen Schritten. Darüber hinaus wurden die vertrieblichen Tochtergesellschaften GiF und LifeCredit sowie RIVA zu einer leistungsstarken Beratungseinheit für individuelle Versicherung- und Vorsorgeberatung verschmolzen.

Die Steigerung der Effizienz wurde maßgeblich durch die Fortsetzung des Projekts Speed 2 und die Optimierung aller Serviceprozesse erreicht. Ferner startete ein zukunftsorientiertes Projekt zur Identifikation von Verbesserungspotenzial in den Kreditprozessen.

Eva Wunsch-Weber: „Das Zusammengehen von zwei starken Häusern erfordert konsequentes Weiterentwickeln. Unterschiedliche Kulturen und Traditionen müssen zu einem ‚Das Beste für die Zukunft‘ geformt werden.“ Dies erfordere auch Geduld.

Omnikanal-Strategie wird ausgebaut

Darüber hinaus wurde die Omnikanal-Strategie der Bank weiter vorangetrieben. 21 Geschäftsstellen sind mittlerweile zur Filiale der Zukunft aufgewertet worden, zuletzt im Jahr 2025 die Standorte in Königstein/Taunus und Weiterstadt. Im April wird als nächster Standort das neugebaute Geschäfts- und Wohnhaus mit Gewerbeflächen und zehn Wohnungen in der Bad Homburger Louisenstraße eröffnet. Hier werden zukünftig rund 40 Kolleginnen und Kollegen im Filialgeschäft, Wertpapierfachzentrum und der Firmenkundenberatung tätig sein.

Fünf zusätzliche Geschäftsstellen sind 2026 für diese Weiterentwicklung in Planung. Darüber hinaus konzipiert die Bank derzeit einen Neubau mit Wohn- und Gewerbeflächen in zentraler Lage in Königstein/Taunus.

Die digitalen Angebote der Bank nutzen die Kunden rege – mit zunehmendem Fokus auf die FVB Banking App, die 2025 erstmals mehr Zugriffe verzeichnete als das klassische OnlineBanking. Mittlerweile stehen mehr als 100 digitale Services zur Verfügung, darunter unter anderem die digitale Girocard und Wero. Aktuell läuft ein Projekt zur Einführung der Kryptoplattform „meinKrypto“ der DZ BANK.

Umsetzung neuer Governance-Regeln als bedeutendes Institut

Durch die Fusion hat die Frankfurter Volksbank Rhein/Main 2025 den regulatorischen Status als bedeutendes Institut eingenommen. Damit einher gehen ergänzende Anforderungen an Compliance, Reporting und Standards. So hat der Aufsichtsrat seine Gremienstrukturen vertieft und ergänzende Ausschüsse in Form der Trennung von Risiko- und Prüfungsausschuss vorgenommen und einen Vergütungskontrollausschuss eingerichtet.

Dr. Hans-Georg Florig, Aufsichtsratsvorsitzender, erläuterte: „Im Aufsichtsrat war uns bewusst, dass die Integration der beiden Häuser kein einmaliger Schritt ist, sondern einen gemeinsamen Weg darstellt. Für mich ging es dabei vor allem darum, auch unser Aufsichtsratsgremium als Team auf die Aufgaben und Herausforderungen eines bedeutenden Instituts auszurichten. Gemeinsam haben wir neue Gremienstrukturen, Qualitätssicherungsmaßnahmen und vertiefende Arbeitsweisen implementiert und damit eine gute Grundlage für eine verantwortungsvolle Aufsicht geschaffen. Es ist unser zuvörderstes Ziel, unsere Corporate Governance zukunftsorientiert fortzuentwickeln.“

Die turnusmäßige 44er-Prüfung der Bankenaufsicht zum Thema ICAAP im Sommer 2025 hat die Bank gut bewältigt.

Mit dem Ausscheiden des Co-Vorstandsvorsitzenden Claus Jäger hat sich der Vorstand zum 1. Januar 2026 einen neuen Geschäftsverteilungsplan gegeben. Zum Ende des laufenden Geschäftsjahres wird der IT- und Organisationsvorstand Ulrich Hilbert in den Ruhestand wechseln.

Ausblick

Im Geschäftsjahr 2026 wird die Frankfurter Volksbank Rhein/Main ihre Investitionen in Zukunftsthemen weiter forcieren. Vier strategische Handlungsfelder stehen in einem sich schnell wandelndem Umfeld im Fokus: Vertrieb der Zukunft, Prozesse & Organisation, 25+ sowie Mensch & Kultur. Damit wird sich die Volksbank weiterhin als starker, verlässlicher Partner für die Menschen und Unternehmen in der Region aufstellen.

„Selten war die Stimmung für die wichtigsten Wirtschaftsindikatoren schlechter als in diesen Wochen. Das können wir nicht ignorieren und wir können uns natürlich nur auf das konzentrieren, worauf wir einen Einfluss haben. Das bedeutet: Wir werden unser Geschäftsmodell weiterentwickeln, Prozesse vereinfachen und unsere Angebote schärfen. Dazu zählt auch für uns, den Einsatz von weiterer Digitalisierung voranzutreiben und die Einführung von künstlicher Intelligenz vorzubereiten beziehungsweise darauf hinzuarbeiten“, so Eva Wunsch-Weber. „Auf Basis unseres robusten Geschäftsmodells und der guten Ergebnisse der vergangenen Jahre blicken wir verhalten zuversichtlich auf die Geschäftsentwicklung der kommenden Jahre.“

Über die Frankfurter Volksbank Rhein/Main:

Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main zählt zu den größten Volksbanken in Deutschland und ist eine leistungsstarke, genossenschaftliche Regionalbank für die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main – mit großer Ertragsstärke, hoher Kapitalkraft und tiefer regionaler Verankerung. Das Institut kam zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 auf eine Bilanzsumme von 19,3 Mrd. Euro und hatte 1.974 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für persönliche Beratung und Service stehen den Kunden über 200 Standorte zur Verfügung. Rund 290.000 Kunden sind gleichzeitig Mitglied – damit ist die Frankfurter Volksbank Rhein/Main die mitgliederstärkste deutsche Volksbank. Die Förderung von Bildung, sozialen Initiativen, Kunst und Kultur sowie Sport zählt traditionell zum Selbstverständnis der Frankfurter Volksbank Rhein/Main.

Pressekontakt:
Christian Dose, Pressesprecher: Tel.: 069 2172-11286, [email protected]
Matthias Otte, Pressesprecher: Tel.: 069 2172-11284, [email protected]
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Quelle: ots